Im Himmel, unter der Erde. Der Jüdische Friedhof Weißensee

Dokumentarfilm, Regie: Britta Wauer, D 2011, 90 min

18. Mai | 20:00 UHR | FILMMUSEUM POTSDAM

»Ein Friedhofsfilm, wie er lebendiger nicht sein kann. Traurig und lustig. Mit lakonischen Helden wie dem Friedhofsverwalter, der sich eher wie ein Museumsdirektor fühlt und einem Rabbiner, der entwaffnend ratlos über Jenseitsfragen spricht« (Tagessspiegel)

Auf dem jüdischen Friedhof Berlin-Weißensee atmet seit 1880 jeder Grabstein Geschichte, symbolisieren jede Säule und jeder Stein mehr als ein gelebtes Leben. Der Jüdische Friedhof ist Hauptdarsteller des 90-minütigen Dokumentarfilms von Britta Wauer. Er ist wie ein lebendiges Geschichtsbuch, das die Shoah überlebte und noch heute einer der wichtigsten jüdischen Orte inmitten der deutschen Hauptstadt ist. Auf der 40 Hektar großen Anlage gibt es mehr als 115.000 Gräber - schlichte Steine, in die lateinische, hebräische oder kyrillische Namen gemeißelt wurden, stehen neben prächtigen Mausoleen und Familiengräber aus der Zeit des Jugendstils und Art Deco. Künstler, Schriftsteller, Philosophen, Juristen, Architekten, Ärzte, Rabbiner und Religionslehrer, bedeutende Kaufleute und Verleger (Samuel Fischer, Rudolf Mosse, Stefan Heym, Berthold Kempinski, Louis Lewandowski, Hermann Tietz oder Lesser Ury) sind dort unter anderem begraben.

Gast: Britta Wauer, Moderation: Knut Elstermann

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