THE FIRST TIME I WAS TWENTY
Margot Friedlander

ERÖFFNUNG IM KINO ARSENAL

THE FIRST TIME I WAS TWENTY
Spielfilm, Frankreich 2005, 93 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Lorraine Levy

Gast: Regisseurin Lorraine Levy
In Anwesenheit seiner Exzellenz Claude Martin, Französischer Botschafter in Deutschland

Marilou Berry, auch bei uns bekannt geworden durch den Film "Schau mich an" von Agnès Jaoui, verkörpert glänzend einen begabten, leicht verschrobenen Teenager, der seine liebevolle, im übrigen ganz normale Familie und den Pariser Vorort der Sechziger, in dem sie alle wohnen, in ihre Probleme mit hineinzieht. Die pummelige Sechzehnjährige ist gewitzt, komisch und spielt sehr anständig Kontrabaß. Nichts wünscht sie sich sehnlicher, als in der nur mit Jungen besetzten Jazzband ihrer Schule Kontrabaß zu spielen. Obwohl sie mit ihrem Talent und ihrer Courage in der Gruppe Anerkennung findet, sind die Jungen stur entschlossen, unter sich zu bleiben und lassen nichts unversucht, sie zu entmutigen.

Deutschlandpremiere

GLOW ROPES
Deb Filler

GLOW ROPES – The Rise and Fall of a Bar Mitzvah EmCee
Spielfilm, USA 2005, 90 Min. Originalfassung, Regie Edwin M. Figueroa und George Valencia

Gast: George Valencia, Co-Regisseur, Hauptdarsteller, Drehbuchautor und Co-Produzent (auf dem Foto oben)

Politisch extrem inkorrekte, satirische und schräge Komödie über die total überdrehten Bar / Bat Mizwa Parties in den USA und deren Organisatoren.
Ausgezeichnet als bester Film beim New York International Latino Film Festival 2005

Deutschlandpremiere

BELZEC

BELZEC
Dokumentarfilm, Frankreich 2005, 100 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Guillaume Moscovitz

Die Geschichte des Vernichtungslagers Belzec im Südosten Polens ist sehr viel weniger bekannt als die anderer Lager wie etwa Treblinka, Auschwitz oder Sobibor. Ohne viel Archivmaterial und mit nur vier Überlebenden ist Guillaume Moscovitz gänzlich auf die Bewohner von Belzec angewiesen, die Vergangenheit zu rekonstruieren. Zugleich geht der Film der Frage nach, wieviel die Leute von Belzec wußten oder gewußt haben konnten.

Anschließend Podiumsdiskussion mit Guillaume Moscovitz, Prof. Wolfgang Benz, Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung der TU Berlin, Daniel Wildmann, Stellvertretender Direktor Leo Baeck-Institut London und Ellen Presser, Israelitische Kultusgemeinde München

Deutschlandpremiere

WEST BANK STORY

WEST BANK STORY
Filmmusical / Kurzfilm, USA 2005, 21 Min. OF, Regie Ari Sandel

Eine ebenso charmante wie turbulente Musical-Komödie über David, einen israelischen Soldaten, und Fatima, eine Serviererin in einem palästinensischen Fast-Food-Imbiß. Ein höchst unwahrscheinliches Paar und eine Liebesgeschichte inmitten der Feindseligkeiten zweier sich bekriegender Falafelbuden-Clans im Westjordanland. Dennoch ein Happy End.

Gast: Ari Sandel

MATCHMAKER

MATCHMAKER
Dokumentarfilm, Schweiz 2005, 70 Min. Schweizerdeutsches OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Gabrielle Antosiewicz

Liebenswürdig, gutaussehend, aber auch vollkommen jüdisch? Da fangen die Probleme an. Die Suche nach dem richtigen Mann beginnt für die Regisseurin und Protagonistin dieses ebenso amüsanten wie lehrreichen Films in ihrer Küche. Können die Kandidaten eine Challe backen und was wissen sie überhaupt über Bräuche und Traditionen? Da das Resultat nicht gerade umwerfend ist, folgen weitere Erkundungen im Bekannten- und Freundeskreis.

Deutschlandpremiere
Gast: Gabrielle Antosiewicz

LITTLE JERUSALEM

LITTLE JERUSALEM - La petite Jérusalem
Spielfilm, Frankreich 2005, 94 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Karin Albou

Dieser beeindruckende erste Spielfilm der Regisseurin Karin Albou führt uns in das Leben einer tunesisch-jüdischen Arbeiterfamilie in einem der Vororte von Paris. Im Mittelpunkt zwei Schwestern mit höchst unterschiedlichen Ansichten. Mathilde befolgt streng die religiösen Gebote, während Laura mit geradezu religiösem Eifer Philosophie studiert. Doch Lauras Überzeugung, daß romantische Liebe ein Hirngespinst sei, gerät ins Wanken, als sie sich zu ihrem Kommilitonen Djamel hingezogen fühlt, einem algerischen Moslem.

Gast: Karin Albou
Einführung: Peter Stephan Jungk

USHPIZIN

USHPIZIN
Spielfilm, Israel 2004, 90 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Gidi Dar

Gedreht wurde dieser Film in einem orthodoxen Viertel in Jerusalem, wo im allgemeinen Kameras absolut tabu sind. Im Mittelpunkt Moshe und Malli, ein kinderloses Ehepaar in finanzieller Bedrängnis, das zwei verdächtige Typen aus Moshes unfrommer Vergangenheit in ihre Festtags-Sukka einladen, womit Moshes Glauben und Engagement auf eine harte Probe gestellt werden. Eine filmische Verbindung zwischen weltlichen und frommen Gemeinden, wie man sie selten auf der Leinwand zu sehen bekommt.

Deutschlandpremiere
Einführung: Rebbezin Nechama Ehrenberg, Berlin

MELTING SIBERIA

MELTING SIBERIA
Dokumentarfilm, Israel 2004, 72 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Ido Haar

Mit Talent, Schwung und dem Geist der russischen Seele dokumentiert der junge israelische Regisseur Ido Haar seine Suche nach dem Vater seiner Mutter Marina, einem Helden der Roten Armee, der Marinas Mutter verließ, als sie schwanger war, und von dem man nie wieder etwas sah oder hörte. Und sollte Ido erfolgreich sein, stellt sich die Frage, ob die Kluft zwischen Israel und Russland überbrückt werden kann...

Deutschlandpremiere Gast: Ido Haar im Gespräch mit Christa Maerker, Berlin

NINA´S HOUSE - La Maison de Nina

NINA´S HOUSE - La Maison de Nina
Spielfilm, Frankreich 2005, 109 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Richard Dembo

Richard Dembos melancholischer Film spielt in einem Waisenhaus nahe Paris und zeigt, wie junge Juden wieder mit dem Leben zurechtzukommen versuchen, nachdem sie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs überlebt haben. Der Regisseur, Jahrgang 1948, verbrachte selbst seine Sommerferien in solch einer Einrichtung, wo er Nina begegnete, die ihn zu dem Drehbuch inspirierte. Er starb 2004 während der Nachbereitungsarbeiten.

Deutschlandpremiere
Einführung: Régine-Mihal Friedman, Gast: Jessica Vaturi-Dembo

DIAMETER OF THE BOMB

DIAMETER OF THE BOMB
Dokumentarfilm, Großbritannien / Kanada 2005, 85 Min. OF, deutsch eingesprochen, Regie Steven Silver, Andrew Quigley

Von Beginn der Intifada von 2000 an verübten palästinensische Terroristen in Israel mehr als 75 Selbstmordattentate. Der Film geht einem dieser Attentate nach: der Bombenexplosion in einem Jerusalemer Bus der Linie 32 im Juni 2002. Dabei verbindet er die Geschichten einer Gruppe von Juden und Araber. Jeder von ihnen hat eine besondere Beziehung zu einem derjenigen, die an diesem Tag starben.

Deutschlandpremiere Einführung: Eldad Beck, Berlin

RINGL AND PIT

RINGL AND PIT
Dokumentarfilm, USA 1995, 60 Min. OF, Regie Juan Mandelbaum

RINGL AND PIT ist das faszinierende Porträt von Grete Stern (1904-1999) und Ellen Auerbach (1906-2004), zwei avantgardistischen Künstlerinnen, die sich 1929 in Berlin begegneten und ein Atelier für Reklamefotografie eröffneten. Als „Ringl“ und „Pit“ gewannen sie bald internationale Auszeichnungen. Als die Nazis zur Macht gelangten, flohen sie aus Deutschland, ihre Wege trennten sich. Humorvoll und immer noch höchst vital denken die beiden Frauen über ihre Arbeit und ihre lebenslange Freundschaft nach.

Gäste: Juan Mandelbaum, Dr. Inka Graeve-Ingelmann, Pinakothek der Moderne, München

LOCAL CALL - Ne quittez pas

LOCAL CALL - Ne quittez pas
Spielfilm, Frankreich 2004, 102 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Arthur Joffé

Felix Mandels Ärger fängt damit an, daß er nach einer häuslichen Aufräumaktion den alten Kaschmir-Mantel seines Vaters einem Obdachlosen schenkt. Flugs wird er von seinem wütenden Vater angerufen - aus dem Jenseits, denn der Vater ist schon seit zwei Jahren tot. Aufgefordert, den Mantel zurückzugeben macht sich Felix auf die Suche nach ihm, steigt seine Handy-Rechnung ins Unermeßliche, verliert er seine Arbeit, seine Frau und möglicherweise auch den Verstand.

Einführung: Régine-Mihal Friedman

ROOTS

ROOTS
Spielfilm, Russland / Frankreich 2005, 104 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Pawel Lungin

Reisen in das Land der Vorfahren, zu den "Wurzeln", sind derzeit angesagt, und so überlegt sich Eduard, wie er Juden anzapfen könnte, die das Schtetl ihrer Vorfahren besuchen wollen. Wenn sich herausstellt, daß es schon vor langer Zeit zerstört wurde, fackelt er nicht lange und überredet das Nachbardorf, dessen Rolle zu übernehmen. Außerdem kriegt er ein paar Einwohner dazu, als lange verschollene Verwandte der Touristen aus dem Westen aufzutreten.

Deutschlandpremiere

PERSONAL GOALS

Lange Nacht des israelischen Fußballs

PERSONAL GOALS
Kurzfilm, Israel 1997, 16 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Ron Carmeli

Ein Neunjähriger möchte seinem fußballbegeisterten Vater gefallen. Doch was er auch anstellt, als Sportler bleibt er eine Niete. Wird die Liebe stärker sein, als Macho-Gehabe?
PROVENCE UNITED

Lange Nacht des israelischen Fußballs

PROVENCE UNITED
Spielfilm, Israel 2002, 90 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Ori Inbar

Das Fußballteam von Giv´at Tzurim, einer entlegenen Kleinstadt rangiert ganz am Ende der dritten Liga. Nach der Auslosung für das Viertelfinale im nationalen Pokalspiel soll das Amateurteam gegen Maccabi Tel Aviv, die führende Elf des Landes antreten. Die zehn Tage zwischen der Auslosung und dem historischen Match wird niemand vergessen. PROVENCE UNITED handelt von Leuten, die von einem anderen Leben träumen und für die Fußball ein und alles ist.

Deutschlandpremiere
Gast: Youval Friedman, Drehbuchautor

Lange Nacht des israelischen Fußballs

UNDERDOGS: A WAR MOVIE
Dokumentarfilm, Israel 1997, 80 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Dovon Tsabari, Rino Tzor

Aufregender Dokumentarfilm über die Fußballmannschaft der Kleinstadt Beit Shean im Herzen von Israel. Die Truppe, in der Juden neben Arabern spielen, ist der einzige Stolz der Bevölkerung. Ein Film, der auch Fußballhasser begeistern wird.
ÜBER DIESES UND JENES LEBEN

Poesie im Kino: Wladimir Fridman live

ÜBER DIESES UND JENES LEBEN

Lieder und Monologe mit dem russischen Sänger, Entertainer und Schauspieler Wladimir Fridman, dem Hauptdarsteller in LETTERS FROM RISHIKESH

IN RUSSISCHER SPRACHE
KLEINE MIRIAM'L

KLEINE MIRIAM'L
Kurzilm: Israel 2005, 19 Min. OmeU, deutsch eingesprochen, Regie Yael Reuveny

Mussia Scheinfeld (auch bekannt mit ihrem Künstlernamen Kleine Miriam´l), eine altgediente Schauspielerin des jiddischen Theaters, will sich einfach nicht an das Leben im Altersheim gewöhnen, in das sie nach dem Tod ihres Ehemannes gezogen ist. Lieber möchte sie wieder in ihre Wohnung in Tel Aviv zurückkehren.

Deutschlandpremiere
Gäste: Regisseurin Yael Reuveny und Hauptdarstellerin Dalia Friedland

CUP FINAL
Daniel Hendler als Ariel in El Abrazo Partido

Ein Klassiker des israelischen Kinos

CUP FINAL
Spielfilm, Israel 1991, 105 Min. OmU, Regie Eran Riklis

Sommer 1982: Der Boutiquenbesitzer und Fußballnarr Cohen (gespielt von Moshe Ivgy) hat Karten für die Fußballweltmeisterschaft in Spanien, leider aber auch – der Krieg zwischen Israel und dem Libanon ist in vollem Gange - eine Einberufung zur Front. Daß er dann noch von einer PLO-Gruppe unter Führung von Ziad (Mohammed Bakri) nach Beirut verschleppt wird, macht die Sache nicht besser. Immerhin: beide sind eingefleischte Fans der italienischen Mannschaft.

Einführung: Igal Avidan, Berlin

MADE IN ISRAEL

40 Jahre Deutsch-Israelische Beziehungen – 60 Jahre Kriegsende

MADE IN ISRAEL
Spielfilm, Israel 2001, 113 Min. OF mit dt. UT, Regie Ari Folman

Eine Geschichte „aus der nahen Zukunft“: Israel und Syrien haben Frieden geschlossen, Syrien liefert Egon Schultz (gespielt von Jürgen Holtz), den letzten noch lebenden Kriegsverbrecher an Israel aus. Nicht nur die israelischen Behörden warten auf ihn. Es gibt noch andere, die sehr unterschiedliche Gründe haben, mit ihm abzurechnen.

Einführung: Hillel Tryster, Filmwissenschaftler