SPOKEN WITH LOVE

Dokumentarfilm, Regie: Dan Wolman, Israel 2007, 60 min, OmeU

Europapremiere

24. Mai | 20:00 Uhr | Berlin Kino Arsenal

Liebevolle Rekonstruktion der turbulenten Lebenswege der Eltern von Dan Wolman.
Der in Jerusalem geborene Erfolgs-Regisseur Wolman begibt sich in seinem sehr privaten Dokumentarfilm auf Spurensuche, stellt den Eltern intime Fragen und dokumentiert ihre Kindheit mit privaten Schwarzweiß-Aufnahmen aus dem Berlin der 20-iger Jahre, um mehr über sich, seine Kindheit, seine Wunden, Verletzung und glücklichen Momente zu erfahren. Mit Respekt und Hochachtung, zugleich voller Bescheidenheit und Bewunderung würdigt Dan die beruflichen Erfolge, das politische Engagement und die tief empfundene Liebe der betagten Eltern für ihre Kinder und Enkel.

Anschliessend: Dan Wolman im Gespräch mit Eldad Beck (in englischer Sprache)

Wer kannte Brigitte Köbbel?

Der israelische Filmregisseur Dan Wolman sucht Nachbarn, Freunde oder Bekannte, die die jüdische Berliner Familie Lucie und Max Köbbel sowie ihre Tochter, die Mutter des Filmemachers, Brigitte, kannten. Vor dem Holocaust wohnte die Familie in einem Mietshaus an der Westfälischen Straße 52 in Berlin-Wilmersdorf. Die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg lebten sie am Kurfürstendamm 96, zwischen Halensee und Adenauerplatz. Lucie Köbbel, geb. Bütow, war Kinderärztin. Max Köbbel arbeitete zunächst als Betriebsarzt bei der Bahn, später war er niedergelassener praktische Arzt und hatte mit seiner Frau, Lucie, eine Gemeinschaftspraxis.

Im Folgenden die Kurz-Biographie von Lucie Köbbel - Großmutter von Dan Wolman, Mutter von Brigitte Wolman, geb. Köbbel -, die unter Umständen den ein oder anderen wichtigen Hinweise enthält:

 

Lucie Köbbel, geb. Bütow

geboren: 29. März 1885 in Berlin

gestorben: 24. März 1968 in Radolfzell am Bodensee

Beruf: Kinderärztin

Am 23. Dezember 1912 promovierte Lucie Bütow als eine der ersten Frauen an der Medizinischen Fakultät zu Leipzig.

verheiratet: seit 1914 mit Dr. Max Köbbel

Kinder: 2 Töchter, 1 Sohn
- Der Sohn ist im Zweiten Weltkrieg in Frankreich gefallen

- Eine Tochter überlebte am Bodensee. Ihre beiden Söhne leben
   in Deutschland
- Tochter Brigitte emigrierte 1937 nach Italien und studierte
   dort Medizin. 1939 Emigration nach Israel, um ihr Studium
   fortzusetzen

ElternPhilipp Bütow und Johanna, geb. Barth. Vater Israel Barth ist auf dem jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensse begraben. Johannas Schwester (Tante von Lucie Köbbel) war die Ärztin Jenny Bornstein, geb. Barth, die gemeinsam mit Anna Moesta als erste deutsche Ärztinnen 1902 ihr Staatsexamen an der Universität Marburg ablegte.

Beruf Vater: Kaufmann

Konfession: jüdisch

 

Wer weiterhelfen kann, wer die jüdischen Familien Köbbel, Bütow oder Barth kannte, bitte per Email wenden an danwol@zahav.net.il.