Nour ist Muslimin, Myriam Jüdin, beide wachsen in Tunis auf, und 1942 beginnt die deutsche Besatzung Tunesiens. Karin Albous Film von 2008 erzählt, was das mit einer Freundschaft macht.
Der Schauplatz ist der Grund, warum dieser Eintrag heraussticht. Nordafrika kommt in der filmischen Behandlung der Verfolgung fast nicht vor, obwohl die Maßnahmen dort ebenfalls griffen. Wer den Beitrag zur Shoah in Film und Kunst danebenlegt, findet dort ebenfalls kein nordafrikanisches Beispiel – die Lücke ist keine des Archivs, sondern der Filmgeschichte.
Beim 15. Festivaljahrgang 2009 war die Regisseurin im Saal, dazu der Autor Peter Stephan Jungk aus Paris, der ein Jahr später mit einem eigenen Film im Programm stand.