Yael Reuvenys Film verfolgt eine Familiengeschichte, die an einer verpassten Verabredung hängt: zwei Geschwister überlebten die Verfolgung, verfehlten sich nach dem Krieg an einem Bahnhof und lebten danach in zwei Ländern weiter, ohne voneinander zu erfahren. Die Regisseurin ist die Enkelin.
Beim 20. Festivaljahrgang 2014 erhielt der Film den Gershon-Klein-Filmpreis für den besten deutschen Dokumentarfilm mit jüdischer Thematik – mit 2.000 Euro dotiert. Reuveny war bei der Vorstellung anwesend, moderiert hat Sabine Porn.
Eine Einordnung, die der Bestand erlaubt: in derselben Kategorie wurde ein Jahr zuvor gar kein Film ausgezeichnet, sondern eine Person für ihr Wirken. Die Kategorie war offenbar nicht jedes Jahr zuverlässig zu füllen, was bei einem Preis für deutsche Dokumentarfilme mit jüdischer Thematik weniger über die Jury sagt als über das Angebot.