Stephen Fry, britischer Autor und Schauspieler jüdischer Herkunft, verehrt Richard Wagners Musik. Er fährt nach Bayreuth, spricht mit Wagners Urenkelin, sitzt im Festspielhaus – und hält die ganze Zeit die Frage fest, ob sich beides zusammen aushalten lässt. Patrick McGradys Film von 2010 lässt sie offen.
Beim 17. Festivaljahrgang 2011 stand der Film im Programm. Für ein Festival mit jüdischen Themen ist diese Wahl bemerkenswert unbequem: kein Film über Verfolgung, sondern einer über eine Kulturbegeisterung, die sich nicht rechtfertigen lässt.
Die Programmangabe schreibt die Laufzeit als „88 Min.” mit großem M, andere Jahrgänge als „min”. Solche Kleinigkeiten unterscheiden die Generationen der Programmseiten voneinander und sind der Grund, warum die Angaben hier nicht vereinheitlicht wurden.